Die 12 Mondinnen
Der JahresKreis der 33 Perlen der Weisheit –
vom Jungen Mädchen zur weisen Frau.

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Vom Weinmonat zur Mondin der Weisheit.

Der Name Oktober erzählt noch heute von seiner ursprünglichen Stellung im Jahreskreis. Das lateinische octo bedeutet acht – denn im alten römischen Kalender war der Oktober zunächst der achte Monat des Jahres. Erst durch spätere Verschiebungen im Kalender rückte er an die zehnte Stelle.

Und vielleicht liegt gerade darin eine schöne symbolische Verbindung zu dieser Mondin:

Die Zahl 10 steht für Vollendung und Neubeginn.

Die 1 steht für den Anfang, für den eigenen Weg und die schöpferische Kraft.
Die 0 steht für das Ganze, für den unendlichen Raum und das, was noch werden möchte.

Die 10 ist damit eine Schwelle:

Ein Kreis schließt sich – und zugleich beginnt ein neuer.

Auch der Oktober ist eine solche Schwelle im Jahreskreis. Die Fülle des Sommers neigt sich dem Ende zu. Die Natur zieht ihre Kräfte langsam nach innen. Die Tage werden kürzer, das Licht weicher, und die Zeit der Ernte beginnt.

Ursprünglich war der Oktober eng mit der Weinlese verbunden. Die Trauben sind gereift. Sie haben Sonne, Regen, Erde und Zeit in sich aufgenommen. Jetzt ist der Moment gekommen, sie zu ernten.

Und auch hier begegnen wir einem tiefen Bild für Weisheit:

Reife entsteht nicht auf einmal.

Sie braucht Zeit.
Sie braucht Erfahrung.
Sie braucht Sonne und Regen, Wachstum und Rückzug, Fülle und Verlust.

Die reife Frucht trägt in sich, was sie auf ihrem Weg empfangen hat.

So ist auch unsere Weisheit nicht etwas, das wir einfach erlernen können. Sie entsteht aus unserem gelebten Leben. Aus allem, was wir erfahren, geliebt, verloren, gewagt, angenommen und verwandelt haben.


Wie aus den Trauben durch das Keltern und Reifen Wein entsteht, kann aus unseren Erfahrungen etwas Kostbares entstehen:

Erkenntnis.

Und aus Erkenntnis kann Weisheit wachsen.

Der Oktober lädt uns deshalb ein, innezuhalten und unsere eigene Ernte anzuschauen:

Was ist in meinem Leben gereift?
Was habe ich erfahren?
Was habe ich gelernt?
Was darf ich jetzt erkennen?
Welche Früchte meines Lebens trage ich bereits in mir?

Vielleicht ist das die besondere Botschaft dieser Mondin:

Du musst nicht noch mehr wissen.

Vielleicht darfst du dich vielmehr daran erinnern, was du längst weißt.

Denn Weisheit ist nicht nur das, was wir gelernt haben.

Weisheit ist das, was das Leben aus unseren Erfahrungen gemacht hat.

Und so führt uns der Oktober, der Monat der Ernte und der Reife, zur

Mondin der Weisheit

ERINNERE DICH AN DAS, WAS DU WEISST

Kleine Übung

Meine Ernte

Nimm dir einen Moment Zeit.

Setze dich bequem hin und schließe, wenn du möchtest, für einen Augenblick die Augen.

Atme ruhig ein und aus.

Stell dir vor, du gehst durch einen Weinberg im Oktober.

Die Trauben sind reif.

Du musst nichts mehr tun.

Du musst nichts mehr werden.

Du darfst einfach schauen, was in deinem Leben gewachsen und gereift ist.

Frage dich ganz still:

Was hat mich wachsen lassen?
Was war vielleicht schmerzhaft und hat mich dennoch etwas Wesentliches gelehrt?
Welche Erfahrung ist heute zu einer inneren Stärke geworden?

Und dann frage dich:

„Welche Frucht meines Lebens darf ich jetzt ernten?“

Vielleicht kommt ein Wort.
Ein Bild.
Eine Begegnung.
Eine Erkenntnis.
Oder einfach ein Gefühl.

Nimm es wahr, ohne es zu bewerten.
Du musst nichts erklären.
Du musst nichts verändern.

Vielleicht legst du anschließend deine Hand auf dein Herz und sagst innerlich:

„Ich ehre meinen Weg.
Ich nehme meine Erfahrungen an.
Ich erkenne meine Ernte.
Ich vertraue dem, was in mir gereift ist.“

Bleibe noch einen Moment in der Stille – und lausche.

Vielleicht gibt es etwas in dir, das du längst weißt.
Etwas, das nicht neu gelernt werden muss.
Etwas, an das du dich nur erinnern darfst.

Erinnere dich.
Du trägst deine Weisheit bereits in dir.

Heidrun Kuhne – Heilpraktikerin
Herzlichst Heidrun